Worauf Sie bei einem zweiten Bildschirm fürs Notebook achten sollten

What to Look for in a Laptop Second Screen

Paula Napolitano |

Ein zweiter Bildschirm fürs Notebook ist eine der einfachsten Möglichkeiten, ein Homeoffice oder einen hybriden Arbeitsplatz praktischer zu gestalten. Statt ständig zwischen Tabs zu wechseln, können Sie Ihre Hauptaufgabe auf einem Display offen lassen und E-Mails, Notizen, Recherchen oder Videoanrufe auf dem anderen.

Die Herausforderung liegt in der Wahl des richtigen Monitors. Größer ist nicht automatisch besser, und Spezifikationen wie Auflösung, Panel-Typ und Bildwiederholrate können einen eigentlich einfachen Kauf schnell verwirrend machen. Wichtig ist, einen Bildschirm zu finden, der zu Ihrem Schreibtisch passt, sich richtig mit Ihrem Notebook verbinden lässt und den ganzen Tag über angenehm zu nutzen bleibt. Hier erfahren Sie, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.

Warum sich ein zweiter Bildschirm lohnt

Ein zweiter Bildschirm für Ihr Notebook gibt Ihnen mehr Arbeitsraum, ohne dass Sie ändern müssen, wie Sie Ihren Computer bereits nutzen.

Wenn Sie einen Bericht schreiben, können Sie Ihr Referenzmaterial direkt daneben offen lassen. Während eines Videoanrufs kann ein Bildschirm das Meeting anzeigen, während der andere Ihre Notizen oder Präsentation darstellt. Auch Tabellenkalkulationen werden einfacher, wenn Sie nicht mehrere Fenster auf ein kleines Notebook-Display quetschen müssen.

Der Vorteil liegt nicht nur in mehr Bildschirmfläche. Es geht darum, seltener Fenster minimieren, Tabs wechseln und Anwendungen neu anordnen zu müssen.

Sie können Ihr Notebook auch als einen der Bildschirme weiter nutzen, statt es komplett zu ersetzen. Für viele Homeoffice-Setups bietet ein Notebook zusammen mit einem gut positionierten Monitor bereits die gesamte Bildschirmfläche, die Sie realistisch benötigen.

Bildschirmgröße und Auflösung: Was passt zu Ihrem Schreibtisch?

Für die meisten Notebook-Monitor-Kombinationen ist ein Bildschirm zwischen 24 und 27 Zoll ein sinnvoller Ausgangspunkt.

Ein 24-Zoll-Monitor bietet spürbar mehr Arbeitsfläche als ein typisches Notebook, ohne einen kleineren Schreibtisch zu dominieren. Mit 27 Zoll erhalten Sie mehr Platz für nebeneinander angeordnete Fenster, Tabellenkalkulationen und kreative Arbeit, benötigen dann jedoch genügend Abstand zum Bildschirm, damit es angenehm bleibt.

Neben der Größe spielt auch die Auflösung eine Rolle. Full HD bzw. 1080p ist bei 24 Zoll gut nutzbar und eine kostengünstige Wahl für E-Mails, Office-Arbeit und allgemeines Surfen. Bei 27 Zoll ist 1440p oft die bessere Wahl, da die höhere Auflösung Text und Bilder schärfer erscheinen lässt und gleichzeitig mehr nutzbare Arbeitsfläche bietet.

4K bietet noch mehr Detailschärfe, ist aber nicht für jeden notwendig. Es lohnt sich vor allem für Menschen, die mit detailreichen Bildern, Videos oder anderen visuellen Inhalten arbeiten, oder für alle, denen besonders scharfer Text wichtig ist. Für die alltägliche Büroarbeit ist der Aufpreis womöglich besser in einen verstellbaren Standfuß oder bessere Anschlussmöglichkeiten investiert.

Als allgemeine Richtlinie eignen sich 24 Zoll bei 1080p oder 24 bis 27 Zoll bei 1440p für viele Homeoffice- und Hybrid-Arbeitende.

Anschlüsse und Kabel: HDMI, DisplayPort und USB-C

Bevor Sie sich für einen Monitor entscheiden, prüfen Sie die Anschlüsse Ihres Notebooks. Es bringt wenig, den perfekten Bildschirm zu finden, wenn Sie ihn nicht ohne Weiteres anschließen können.

HDMI ist eine der unkompliziertesten Optionen. Wenn sowohl Ihr Notebook als auch der Monitor über HDMI-Anschlüsse verfügen, lassen sie sich meist mit einem einzigen Kabel verbinden. DisplayPort ist bei Business-Monitoren ebenfalls verbreitet, wobei vollformatige DisplayPort-Anschlüsse bei Notebooks selbst seltener vorkommen. Sie benötigen daher möglicherweise einen Adapter, eine Dockingstation oder ein passendes Kabel.

USB-C kann alles noch aufgeräumter machen. Wenn Ihr Notebook Videoausgabe über USB-C unterstützt und der Monitor über passende Anschlüsse verfügt, kann ein einziges Kabel das Bildsignal übertragen. Manche Monitore können ein kompatibles Notebook zudem mit Strom versorgen, was die Anzahl der Kabel auf Ihrem Schreibtisch reduziert.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder USB-C-Anschluss unterstützt Videoausgabe. Prüfen Sie daher die Spezifikationen Ihres Notebooks, statt einfach davon auszugehen, dass es funktioniert.

Notebook-Anschluss

Was Sie eventuell benötigen

HDMI

HDMI-Kabel

DisplayPort

DisplayPort-Kabel

USB-C mit Videoausgabe

Passendes USB-C-Kabel

USB-C ohne ausreichende Anschlüsse

USB-C-Hub oder Dockingstation

Ältere oder eingeschränkte Anschlüsse

Passender Adapter oder Dockingstation

Wenn Ihr Setup ein zusätzliches Kabel, einen Hub oder Adapter benötigt, können Zubehörartikel mit geöffneter Verpackung helfen, es zu vervollständigen, ohne unnötig Hardware auszutauschen.

Wenn ein älteres Notebook mit dem Display-Setup zu kämpfen hat oder nicht mehr zu Ihrer Arbeitslast passt, kann sich auch ein Blick auf generalüberholte i7-Notebooks lohnen, statt ein zunehmend kompliziertes Setup um veraltete Hardware herum aufzubauen.

Panel-Typ, Bildwiederholrate und Farbe: Was zählt wirklich?

Monitor-Spezifikationen können schnell sehr technisch werden, doch die meisten Menschen müssen nur ein paar praktische Unterschiede kennen.

IPS-Panels sind eine starke Allround-Wahl für die Büroarbeit. Sie bieten in der Regel gute Blickwinkel und gleichbleibende Farben, was nützlich ist, wenn Sie leicht seitlich sitzen oder den Bildschirm in einem Meeting teilen.

VA-Panels bieten meist einen stärkeren Kontrast, sodass dunklere Bilder tiefer wirken. Sie eignen sich gut für allgemeine Arbeit, wobei die Blickwinkel variieren können. OLED-Bildschirme bieten hervorragenden Kontrast und Bildqualität, sind aber meist teurer und für ein typisches Homeoffice-Setup nicht notwendig.

Dann gibt es noch die Bildwiederholrate. Ein Standard-Monitor mit 60 Hz reicht für Dokumente, E-Mails, Surfen und Videoanrufe völlig aus. Ab 75 Hz oder höher wirken Scrollen und Bewegungen flüssiger, doch für normale Produktivitätsarbeit müssen Sie nicht unbedingt sehr hohe Bildwiederholraten anstreben.

Wenn Sie professionell Fotos, Grafiken oder Videos bearbeiten, verdient die Farbgenauigkeit mehr Aufmerksamkeit. Für alle anderen ist ein guter IPS-Büromonitor meist die einfachste Wahl.

Eine matte Bildschirmoberfläche lohnt sich ebenfalls, wenn Ihr Schreibtisch in der Nähe eines Fensters oder heller Beleuchtung steht, da sie störende Reflexionen reduzieren kann.

Ergonomie: Der Standfuß nicht vergessen

Ein großartiger Monitor, der schlecht positioniert ist, kann Ihr Setup eher verschlechtern als verbessern.

Idealerweise sollte die Oberkante des Monitors etwa auf Augenhöhe liegen, damit Sie nicht ständig nach unten schauen oder den Kopf nach oben neigen müssen. Ein verstellbarer Standfuß macht das deutlich einfacher, da Sie Höhe, Neigung und teilweise auch Drehung des Bildschirms anpassen können.

Wenn der mitgelieferte Standfuß nicht genug Verstellmöglichkeiten bietet, ist ein Monitorarm eine weitere Option. Er schafft Platz auf dem Schreibtisch und gibt Ihnen mehr Kontrolle darüber, wo der Bildschirm positioniert ist.

Denken Sie auch an die Position Ihres Notebooks. Wenn Sie dessen Bildschirm zusammen mit dem Monitor nutzen, kann ein Notebook-Ständer ihn näher an die Höhe des zweiten Displays heranbringen. Das reduziert die Auf- und Abbewegung beim Wechseln zwischen den Bildschirmen.

Diese Details sind nicht so spannend wie Auflösung oder Bildschirmgröße, machen sich aber nach acht Stunden am Schreibtisch deutlich stärker bemerkbar.

So nutzen Sie zwei Bildschirme mit Ihrem Notebook

Sobald alles angeschlossen ist, ist die Nutzung von zwei Bildschirmen mit Ihrem Notebook unkompliziert.

Gehen Sie unter Windows zu Einstellungen → System → Bildschirm. Dort sollten beide Bildschirme angezeigt werden. Sie können sie per Ziehen in dieselbe Links-rechts-Anordnung bringen wie die physischen Bildschirme auf Ihrem Schreibtisch, damit sich der Mauszeiger natürlich zwischen ihnen bewegt.

Außerdem können Sie Ihren Bildschirm erweitern oder duplizieren. Die Erweiterung gibt Ihnen zusätzlichen Arbeitsbereich über beide Bildschirme hinweg und ist die Einstellung, die die meisten Menschen bevorzugen. Duplizieren zeigt denselben Inhalt auf beiden an, was sich eher für Präsentationen eignet.

Sie können außerdem festlegen, welcher Bildschirm Ihr primäres Display sein soll. Dort werden in der Regel standardmäßig Ihre Taskleiste und Anwendungen geöffnet.

Gehen Sie unter macOS zu Systemeinstellungen → Displays, um die Bildschirme anzuordnen, das Hauptdisplay auszuwählen und die verfügbaren Auflösungseinstellungen anzupassen.

Sobald Sie Ihr zweites Monitor-Setup eingerichtet haben, nehmen Sie sich noch ein paar Minuten Zeit, um auch die physische Position beider Bildschirme anzupassen. Software-Einstellungen können einen zu hohen, zu niedrigen oder ungünstig positionierten Monitor nicht ausgleichen.

Generalüberholte Monitore: Das clevere Upgrade

Sie brauchen nicht zwingend ein brandneues Display, um ein gutes Dual-Monitor-Setup für Ihr Notebook aufzubauen.

Business-Monitore von Herstellern wie Dell, HP und Lenovo werden regelmäßig im Zuge betrieblicher Hardware-Erneuerungen verfügbar. Diese Bildschirme wurden für den täglichen Einsatz am Arbeitsplatz entwickelt, weshalb generalüberholte Business-Monitore ideal zu Homeoffice und hybridem Arbeiten passen.

Generalüberholte Geräte machen zudem Funktionen wie größere Displays, verstellbare Standfüße und bessere Anschlussmöglichkeiten zugänglicher, ohne in die höheren Preisklassen neuer Monitore vorzustoßen. Unser Sortiment an generalüberholten Dell-Monitoren ist ein guter Ausgangspunkt, wenn Sie einen Business-Bildschirm für Ihr bestehendes Notebook suchen.

Wenden Sie einfach dieselben Prüfkriterien an wie beim Neukauf. Achten Sie auf Bildschirmgröße, Auflösung, verfügbare Anschlüsse und Standfuß-Verstellbarkeit, statt sich allein am Preis zu orientieren.

Wie sollte Ihr zweiter Bildschirm fürs Notebook aussehen?

Für die meisten Menschen braucht ein guter zweiter Bildschirm fürs Notebook keine komplizierten Spezifikationen. Starten Sie mit einem 24- bis 27-Zoll-Display bei 1080p oder 1440p, prüfen Sie, ob die Anschlüsse zu Ihrem Notebook passen, und legen Sie Wert auf einen verstellbaren Standfuß, der eine bequeme Positionierung ermöglicht. USB-C kann ein hybrides Setup besonders aufgeräumt gestalten, aber auch HDMI bleibt völlig praxistauglich.

Am wichtigsten ist, sich an Ihrem Schreibtisch und Ihrer Arbeitslast zu orientieren, statt einfach den größten verfügbaren Bildschirm zu kaufen. Ein gut gewählter generalüberholter Monitor bietet Ihnen den zusätzlichen Arbeitsraum, den Sie brauchen, und hält gleichzeitig die Gesamtkosten für das Upgrade sinnvoll.